Rabanusstraße 23, Fulda

Auf dem ca. 3.000 m² großen ehemaligen Telekom Gelände in Fuldas Top-Innenstadtlage zwischen Rabanus- und Lindenstraße planen die Firmen Burg für Ende 2013 ein neues Wohnquartier. Nach dem Umbau des Gebäudes sollen hier voraussichtlich bis zu 16 attraktive Eigentumswohnungen, nebst bis zu 2 hochexklusive Penthouse Wohnungen entstehen. Mit einer Entfernung von weniger als 150 m Luftlinie oder 3 Laufminuten vom neu gestalteten Universitätsplatz in Fulda, bietet die Rabanusstraße 23 unvergleichliche Zentrumsnähe bei höchster Ruhe und Wohnqualität. Innerhalb dieser kurzen Laufstrecke erreichen Sie die innerstädtischen Cafés, Museen, Banken sowie Geschäfte. Der Bahnhof Fulda mit bester ICE-Anbindung ist in weniger als 10 Minuten erreicht. Das ca. 3.000 m² große Gesamtareal liegt zwischen den mit prächtigen Bauten aller Stilepochen, besonders des Jugendstils, versehenen Rabanusstraße und der Lindenstraße. Überzeugen Sie sich selbst:
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Die Besonderheit der hier für 2013 geplanten Eigentumswohnungen im Zentrum Fuldas ist die gartenähnliche Anlage, die zurückgesetzte Objektlage, sowie die geplanten mehreren separaten Eingänge zu den Wohnungen, was für besondere Wohnruhe und Privatsphäre sorgt. Das ehemalige Industriegebäude der Firma Wahler, bietet mit seinen besonders großzügigen Raumhöhen ein freies Wohngefühl und die Nutzung als ehemaliges Telekom Gelände bietet hohe Anbindung an gängigen Datennetze, wie z. B. VDSL.
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Die Geschichte der Rabanusstraße 23
In das ca. 1900 errichtete Gebäude der Weberei Wahler wurde 1943, im Zuge der Auflockerung von Produktionsstätten im zweiten Weltkrieg, ein Teil der Produktion der Segeltuchweberei Valentin Mehler ausgelagert. Durch die drohende Luftgefahr wurde im Jahre 1944 das Gebäude weiterhin verstärkt, um einem möglichen Bombenangriff Stand zu halten. Im Jahre 1961 wurde das Gebäude, das inzwischen die Kleiderfabrik Fuchs beherbergte, um ein weiteres Dachgeschoss aufgestockt.
Die Deutsche Bundespost kaufte 1970 in der Rabanusstraße 23 die Baulichkeiten der ehemaligen Mechanischen Weberei Hans-Hermann Wahler, zuletzt Damenkleiderfabrik Fuchs-Fulda GmbH & Co. und richtete hier 1971 eine Außenstelle des Postscheckamtes Frankfurt ein. Mit dem Fabrikgebäude erwarb sie auch das rückseitige Grundstück Lindenstraße 22 von H. Fuchs und 1972 zur Arrondierung das Haus Nummer 20. Einer vorgesehenen Erweiterung des Postscheckamtes sollte der Abriss der Häuser vorausgehen, ein entsprechender Antrag wurde von der Stadt abgelehnt, zudem zogen sich die Planungen hin, weil erst neue technische Entwicklungen abgewartet werden mussten.
Rabanusstraße, Fulda: Gesamtanlage und Denkmalschutz
Die Gesamtanlage Rabanusstraße steht unter Denkmalschutz und umschreibt den Straßenabschnitt zwischen Universitätsplatz und Peterstor. In diesem Bereich der an Stelle des östlichen Stadtgrabens 1874 geschaffenen und nach dem berühmten Leiter der Fuldaer Klosterschule Hrabanus Maurus benannten Straße entstanden zwischen 1882 und 1907 die repräsentativen Wohnhäuser einer wohlsituierten bürgerlichen Mittelschicht. So beispielsweise das Haus des Mediziners Johann August Rohrhirsch (Nr.27), das Haus des Malermeisters Jean Kramer (Nr.32) oder das die Ecke Rabanusstraße/Peterstor dominierende Haus des Kaufmanns Friedrich Griessel (Nr.38).
Die in der Regel dreigeschossigen Gebäude verdeutlichen stilistisch die Vielfalt des Historismus (Neogotik, Neorenaissance, Neobarock), nur die Villa des Fabrikanten Wahler (Nr.23a) zeigt deutliche Jugendstileinflüsse. Die Fassaden sind insgesamt sorgfältig durchgebildet, mit z.B. Malereien und Putzornamentik. Seide Bauten sind auch als Einzelkulturdenkmäler bewertet. Einen wichtigen Akzent innerhalb der Gesamtanlage setzt noch die niedrig gehaltene Turnhalle der Adolf-von-Dalberg-Schule (Alte Universität). Der Straßenabschnitt zeigt im wesentlichen noch sein ursprüngliches Gepräge. An seiner Erhaltung besteht aus stadtbaugeschichtlichen und baukünstlerischen Gründen ein verstärktes Interesse.
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Umgebung der Rabanusstraße 23
Rabanusstraße 14-16: Städtische Sparkasse und Landesleihbank (Hauptstelle). Moderner Bau aus den Jahren 1976-78 (Architekt Theo Klingenberg, Bad Hersfeld). Fassadenverkleidung in Burgreppacher und Maulbronner Sandstein. Hinter dem Gebäude ist die alte Stadtmauer erhalten. Durch die Einfahrt ist der ca. fünf Meter hohe Rest des runden, nach seinem Erbauer, dem Steinmetzmeister Spirling aus Mainz, benannten Spillingsturms zu sehen. Der ehemalige Israelitische Friedhof (alter Judenfriedhof) erstreckte sich auf dem Gelände gegenüber der Städt. Sparkasse (jetzt Parkanlage und Hauptzollamt). Er wurde 1685 angelegt, 1906 geschlossen und 1938 eingeebnet. An ihn erinnert ein Denkstein mit Inschriftplatte aus Bronze. Im Kellergeschoss des Hauptzollamtes wurde ein Gedenkraum mit steinerner Inschriftplatte eingerichtet (vgl. Lindenstraße 6a).
Rabanusstraße 19: Geschäftshaus der Firma Karl Kerber OHG. Hier stand früher das 1891/92 erbaute Bürgervereinshaus. Vergangenheit 1957/17 u. Kramer).
Rabanusstraße 21: Erbaut 1882. Freistehendes, zweigeschossiges Haus von fünf Fensterachsen. Kellergeschoss aus Rustikaquadern mit Randschlag. Obergeschosse aus rotbraunen Klinkersteinen. Gurtgesims und profilierte Fensterrahmungen aus Sandstein. ln der Mitte Risalit mit Doppelfenstern. Flaches Walmdach.
Rabanusstraße 25: Dreigeschossiges Traufseithaus von vier Fensterachsen um 1900. Links Risalit mit Zwerchgiebel. Erdgeschoss mit Putzfugen. ln den beiden Obergeschossen Fenster mit Putzrahmungen und einfache Ornamente. Schleppdachgaupen.
Rabanusstraße 27: Dreigeschossiges Traufseithaus von drei Fensterachsen aus dem Jahre 1906. Rechter Teil vorspringend mit Fachwerkzwerchgiebel, daran Gesims mit Zahnschnittornament Im Winkel Balkon, Ecklisenen, Fensterrahmungen, Fugen im Erdgeschoss und Girlandenornamente in den beiden Obergeschossen aus Putz. An den Fensterbrüstungen girlandenumrahmte Putzmedaillons berühmter Ärzte mit Schriftbändern. Zwei Medaillonsam unteren Balkon zeigen das Monogramm JAR. (Joh. August Rohrhirsch, Arzt und Sanitätsrat, 1864-1953) und die Inschrift ANNO DOMINI 1905-06. Am oberen Balkon Adler und Äskulapstab. Über der Haustür mit Oberlicht ein Band mit Inschrift: ALLES VERGÄNGLICHE IST NUR EIN GLEICHNIS.
Rabanusstraße 28: Turnhalle der Adolf-von-Dalberg-Schule (früher´Domgymnasium). Eingeschossiger Bau von fünf Fensterachsen in einfachen Barockformen. Segmentbogenfenster und Putzlisenen. An der rechten Ecke Rundturm mit geschweifter Haube. Mansarddach und Satteldachgaupen mit Doppelfenstern.
Rabanusstraße 29: Viergeschossiges Mansarddachhaus von drei Fensterachsen um 1900. Erdgeschoss verändert. Zwei Obergeschosse in gelben und roten Klinkersteinen mit gekuppelten Segmentbogenfenstern. Zwerchtreppengiebel und Pultdachgaupen.
Rabanusstraße 30: Dreigeschossiger Bau von fünf Fensterachsen im Renaissancestil um 1900. Erdgeschoss verändert. In den beiden Obergeschossen Putzgliederung mit gefugten und verzahnten Ecklisenen und Sohlbankbändern. Die drei mittleren Fenster bilden ein Risalit. Fenster im ersten Obergeschoss mit abgesetzter Dreieck- oder Segmentverdachung mit Muschelornament, im zweiten Obergeschoss mit waagrechter Gesimsverdachung. Mansarddach und Gaupen mit abgesetzten Satteldächern.
Quellen:
- Erwin Sturm, Die Bau- und Kunstdenkmale der Stadt Fulda
- M. Mott "Fulda - einst und heute" Band II,III
- Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland Kulturdenkmäler in Hessen - Stadt Fulda
